Blog der Gartenführer


Mittwoch, 6. Juni 2018

Der Duft der Rosen

Text und Bilder: Gartenführerin Anne Rahn

Die Hauptblütezeit der Rosen liegt in der Mitte des Monats Juni. 
Nicht so in diesem Jahr. Bis zu den  

Tagen der offenen Gärten und Höfe am 16. und 17. Juni 

werden die meisten bereits verblüht sein. 



Aber deshalb sind die Gärten nicht weniger spannend und schön. Bis dahin erreicht der Lavendel seinen Höhepunkt, die Taglilien beginnen ihren Blütenreigen, die Sommerblumen winken aus ihren Kelchen und wer weiß - vielleicht lassen sich sogar schon die ersten Dahlien blicken. 

Wer nicht auf den Duft von Rosen verzichten möchte, bereitet sich mit den  letzten Blüten des sommerlichen Frühlings einen köstlichen Sirup.


Wer weiß - vielleicht bekomme ich welchen an den Tagen der offenen Gärten angeboten, denn ich bin dieses Mal als Besucherin unterwegs. Ich freue mich schon riesig darauf - wäre schön, wenn wir uns treffen.

Das Rosensirup-Rezept


2 Hände voll unbehandelter Duftrosenblätter - möglichst dunkle
500 ml Wasser
500 g Zucker
Saft von 1 Zitrone.
Wasser aufkochen und über die Rosenblätter gießen. Ca. 15 Min. ziehen lassen. Abseihen und mit Zucker aufkochen. Zitronensaft zugeben, heiß in die vorbereiteten Flaschen füllen und sofort verschließen.

Tipps: 
  • Nicht erschrecken, wenn der Sirup zunächst eine schmutziggrüne Farbe hat. Die tolle rote Farbe bekommt er erst, wenn man den Zitronensaft zugibt.
  • Etwas Sirup schmeckt lecker im Sekt und in eiskalter Traubensaftschorle. Aber auch mit Sprudelwasser ein Gedicht.
  • Wenn die geernteten Rosen nicht genügend duften, gibt man dem Sirup einen EL Rosenwasser zu.
  • Sirup bald verbrauchen, er hält sich nicht allzu lange.

Mehr über die Tage der offenen Gärten und Höfe finden Sie hier:
Homepage der Gartenführer Rheinhessen

Mittwoch, 2. Mai 2018

Der Wonnemonat lockt in die Gärten


Jetzt ist es endlich wieder so weit, das frische Maigrün der Bäume und Sträucher macht einfach gute Laune und die Natur startet in aller Üppigkeit mit Düften und Blüten in Hülle und Fülle.
Das ist die Gelegenheit in die kleinen und großen, privaten Gartenparadiese zu schnuppern und sich an all der Pracht zu freuen. Bekommen Sie schließlich diese Schätze ohne jegliche Mühen, (lediglich für den kleinen Obolus eines Euros pro Person und Garten) einfach so präsentiert. 

Nutzen Sie also Ihre Chance am Samstag, den12. und Sonntag, den 13. Mai von jeweils 10 – 18 Uhrund genießen Sie die Einblicke in die sonst verschlossenen Refugien der Gartenliebhaber.

Dank der Übersichtskarte können Sie ganz in Ruhe zu Hause schon Ihre Wunschroute planen. Sie dürfen sich auf interessante Anregungen und Gespräche freuen und auch dieses Mal lassen sich die Gartenbesitzer Einiges einfallen, um Ihnen den Aufenthalt so schön wie möglich zu gestalten.


Vielleicht, nein, mit Sicherheit werden Sie auch die Pflanzengattung entdecken, die mich in ihrer Vielfalt und Schlichtheit immer wieder neu begeistern kann – Geranium, die Storchschnäbel.
Aber natürlich werden Sie auch andere Schönheiten bewundern können. Hier einige Kostproben, zu denen Sie bestimmt nicht nein sagen können.


Je nach Witterungsverlauf können wir vielleicht auch schon die ersten Rosenblüten entdecken, wie z.B. ‚Sweet Pretty‘?


Oder Sie bestaunen die pompösen Blüten der Pfingstrosen, die in keinem Bauerngarten fehlen dürfen und langlebig und robust daher kommen.
Wer es lieber ein wenig natürlicher mag, findet bestimmt Gefallen an den vagabundierenden Akeleien.


Einfach ja, aber einfach schön: Die strahlende Margerite.


Oder soll’s doch etwas aristokratischer daherkommen? Dann finden sich mit Sicherheit auch herrschaftliche Iris.


Also zögern Sie nicht, gönnen Sie sich eine Auszeit und besuchen Sie diese und viele weitere Blumenpersönlichkeiten nebst ihren stolzen Besitzern zum Tag der offenen Gärten im Mai.
Einen wunderschönen Wonnemonat wünscht Ihnen aus dem Wonnegau

Gartenführerin Kristin Beck

Noch ein wichtiger Hinweis zum Schluss: 
Bevor Sie sich auf den Weg machen, schauen Sie unbedingt nochmal auf unsere Homepage. Dort finden Sie die aktuellsten Nachrichten zu den Offenen Gärten Rheinhessen.  Unsere Gärten sind fast ausnahmslos private Gärten. Da kann manchmal etwas unvorhergesehenes dazwischen kommen und der eine oder andere Garten kann aus zwingenden Gründen nicht geöffnet werden.

Mittwoch, 18. April 2018

Hoch-Zeit im Hochbeet


Im Garten der Gartenführerin Christel Höpfner
Text und Bilder: Christel Höpfner

Im Frühjahr ist im großen Staudengarten viel zu tun. Die Neugier treibt mich früh hinaus.

 Kirschbaumblüte im Frühling

Blühen die weißen Waldanemonen unter den Haselnussbäumen schon?
Kommt in diesem Jahr die elegante Schachbrettblume im Halbschatten?

Aber das große Hochbeet aus gelbem Sandstein, der ordentliche Fokus im sonst in geschwungenen Linien gehaltenen Garten ist eine stumme Herausforderung.


Es ist Zeit, zu säen.


Eine bewährte Mischkultur von Gemüse, Salat und Kräutern zu planen und in die Tat umzusetzen, gehört zu meinen größten Gartenfreuden.
Seit fünfundzwanzig Jahren verlasse ich mich da auf die Anleitung von Marie Luise Kreuter. Die Idee der Mischkultur hat für mich noch nichts von ihrem Reiz verloren. Sie gewährt mir eine reiche und von Schädlingen freie Ernte.


Die Schnecken? Ja, sie schaffen es auch ins Hochbeet. Aber den amerikanischen Pflücksalat mögen sie nicht. Gekaufte Salatpflänzchen lassen sie über Nacht verschwinden.

Das kleine Gärtner-Abenteuer besteht darin, statt Weißkohl die französische Karde anzubauen. Sie gehört zu den Gemüse-Artischocken, deren saftigen, etwas bitteren Stiele gegessen werden.


Meine Vorliebe für Bitterstoffe im Salat und Gemüse gefällt den rheinhessischen Schnecken nicht.
Gut, sie wissen, wo sie sich im Garten ernähren können.

Aber im Hochbeet – da ernte ich.

 
Mein Garten ist an den Tagen der offenen Gärten und Höfe geöffnet:
12. und 13. Mai
16. und 17. Juni, jeweils von 10 bis 18 Uhr


Herzlich Willkommen

Besuchen Sie mich auch auf meiner Homepage.
Dort erfahren Sie weitere Termine.