Blog der Gartenführer


Mittwoch, 23. Januar 2019

Glacier Gardens - Gärten in Alaska

Die Gartenführerin Christa Gugeler hat wunderbare Bilder von einem Garten in Alaska mitgebracht:


Meine Alaska Erinnerungen


Die Alaska-Kreuzfahrt beginnt in Vancouver und bewegt sich durch die Fjordlandschaft der Inside Passage nordwärts, entlang der Pazifikküste Südalaskas dem ‚ Panhandle‘- Pfannenstiel, so heißt der südliche schmale Landzipfel Alaskas entlang der Grenze zu Kanada. Bei besonders schönem Wetter im September 2018, bei glasklarem Himmel und unerwarteten Temperaturen von bis 25 Grad, ein unvergessliches Erlebnis.



Die kleinen Küstenstädte haben allerhand für die Touristen zu bieten, Beobachtungstouren um Alaskas ‚Wildlife‘, die Pflanzen- und Tierwelt kennen zu lernen oder mit dem Wasserflugzeug um die Gletscher- und Küstenlandschaft von oben zu bestaunen. In Juneau, der Hauptstadt Alaskas wird ein Ausflug zu Glaciers-Gardens angeboten, das ist ungewöhnlich ein Gletschergarten? Diesen Garten werde ich als pflanzeninteressierte Rheinhessische Gartenführerin natürlich besuchen.


Im Besucherzentrum gibt es Erfrischungen und Infos zu der ungewöhnlichen  Entstehungsgeschichte von Glacier Gardens. 1984 zerstörte ein verheerender Bergrutsch Teile des Regenwaldes. Zur gleichen Zeit begannen der bisher als Fischer tätige Steve Bowhay und seine Frau Cindy, mit eingeführten Blumen, Bäumen und Sträuchern ihre erste Pflanzenschule in Juneau, der Hauptstadt Alaskas, aufzubauen. 

Dazu erwarben sie kurzerhand auch das durch Sturm und Bergrutsch verwüstete Gelände und rekultivierten als erstes den Wasserlauf und sicherten das Bachbett mit Steinen, um den steilen Hang von Thunder Mountain zu sichern. 


Als beim Versetzen der Steine und umgestürzten Bäume seine Baumaschine durch einen Baumstamm beschädigt wurde und die große Tanne so im Sumpf stecken blieb, dass der Wurzelballen in die Luft ragte, hatte er plötzlich die Vision eines botanischen Gartens mitten im gemäßigten Regenwald. Mit Baum-Pflanzentrögen die aus den entwurzelten Bäumen entstehen und ‚upside down‘ aus der Erde wachsen.


Es entstand mit fast 30 Baumpflanztrögen ein einmaliger Garten. Auch wenn Anfang September die Blüten nicht mehr so zahlreich waren, ist der Zauber des Gartens ungebrochen. Petunien, Fuchsien und Begonien und lange Zöpfe von Weihrauch und Guntermann fügen sich zur harmonischen Gartenanlage. Im Frühjahr blühen viele Rhododendren und Azaleen im Garten, der Übergang zum Regenwald ist fließend.


Der Wald besteht vorwiegend aus Hemlock, Sitka und verschiedene Ahornarten. Die Baumkronen lassen mit ihren lichten Ästen genügend Luft und Licht für viele Pflanzen im Unterholz, Farne, Kräuter viele Beerensträucher wie Blue-, Salmon- und Huckleberrys (Blaubeere, Prachthimbeere und Heidelbeere). Dieser Wald ist Teil des größten nördlichen Regenwalds. Der Tongass National Forest ist mit 69.000 km² der größte Nationalforst in der USA. Die Küstenlage am Pazifik ist der Grund für die großen Regenmengen die einen einzigartigen Urwald wachsen lassen. Im Winter ist das Wetter oft extrem und Stürme erreichen Windgeschwindigkeiten bis 240 kmh.

Mit einem offenen Shuttlebus geht es steil aufwärts durch den Wald auf eine Aussichtsplattform in 200m Höhe. Die Bäume sind teilweise schon in Generationen am gleichen Platz gewachsen und man sieht Wurzeln, die sich über einem alten Baumstumpf wie auf einem Sattel zum Boden biegen und festgewachsen sind. Auch unterwegs wurden die Waldlücken immer wieder mit bepflanzten Bäumen ergänzt.

Die Baumkronen sind sturmerprobt und nicht sehr dicht, dafür sind die Büsche im Unterholz mannshoch gewachsen. Lange Mooszotteln hängen an den knorrigen Ästen. Man kann sich Gnome und Waldgeister darin vorstellen.

Und dann…. atemberaubend dieser Ausblick in eine wilde naturgeprägte Landschaft. Doch ist das Wirken des Menschen nicht zu übersehen, im Vordergrund der Flughafen von Juneau und die Wasserlandschaft,  gespeist aus den Bergen vom Mendenhall Gletscher, nur wenige Kilometer entfernt.


Zurück im unteren Teil des Gartens lassen wir die Blütenbäume und den Gletschergarten nochmals auf uns wirken, denn schnell geht es schon wieder weiter zum nächsten Ausflugsziel, den Gletschersee des Mendenhall Gletschers wollen wir auch noch besuchen.


Dieser Alaskagarten Besuch ist eine schöne blühende Urlaubserinnerung mitten im deutschen Winter.
Mit winterlichen Gartenerlebnisgrüßen Christa Gugeler

Bildertafel zur Pflanzenvielfalt im südlichen Alaska





Mittwoch, 28. November 2018

Elchwiese


Eine Elchwiese
                                    Die etwas andere Adventsdekoration


Winterpause hat jetzt der Garten und die Gärtnerin. Die Dahlienknollen sind im Keller und die Tulpen- und Narzissen Zwiebeln in der Erde. Das Laub ist unter den Gehölzen als natürlicher Dünger verteilt. Verwelkte Blütenstände von Fetthenne, Herbstanemone, Winteraster und auch die Gräser bleiben bis zum zeitigen Frühjahr stehen. Sie geben auch im Winter Struktur und sind bei Frost oder mit Schnee bedeckt, besonders schön.


So hat man nun viel Zeit um die Wohnung für den Advent zu dekorieren und für die Weihnachtsvorbereitungen. Ein stimmungsvoller Advent ist ohne frisch duftendes Tannengrün und Kerzenlicht nicht denkbar. Vielleicht inspiriert vom röhrenden Hirsch, der früher häufiges Motiv im Wohnzimmer war, kam es zur Idee unserer Advents-Elchwiese.
Die ersten Exemplare haben wir von unseren Nordlandfahrten mitgebracht und dieses Jahr von der Kanada und Alaska Reise, war natürlich auch wieder ein Elch das Mitbringsel. Auf den Weihnachtmärkten findet man sie in sehr vielen Varianten und die neuesten Exemplar habe ich nun selbst getöpfert.


Die ersten Zweige, Hagebutten, Wurzeln und alles was zu einer Mininaturlandschaft mit Elchen passt, wurden schon bei den Spaziergängen im goldenen Oktober gesammelt und zusammengetragen.
Dann noch etwas frisches Moos und grüne Tannenzweige und es kann losgehen mit dem Aufbau. Grundlage ist der hohe Kerzenständer, der im Mittelteil abgedeckt wird.

Ich benutze ihn gerne zur jahreszeitlichen Deko, mal mit Frühlingsblumen oder Rosenblättern, Nüssen oder Lavendel, ist er immer ein Blickfang. Für die Elchwiese muss zuerst eine Grundlage für die Landschaft geschaffen werden. Dann die Plätze für die Figuren finden, es sollen alle gut zu sehen sein in ihren Eigenarten und künstlerischen Gestaltungen.

  
Mit den gesammelten Materialen ausschmücken und  weitere Struktur und Farbe ins Bild bringen. Steckmoos und die Heißklebepistole geben sicheren Halt wo es nötig wird. Mit einer kleinen Lichterkette und Kerzen ist das mein schöner anderer Adventsplatz an dem ich mich an den langen dunklen Dezemberabenden erfreuen kann und manche Urlaubserinnerungen wach werden. 

 

Mit besinnlichen Adventsgrüßen
Christa Gugeler

Text und Fotos: Christa Gugeler

Mittwoch, 31. Oktober 2018

Vorbei



Vorbei

Das letzte Gartentor ist, im Rahmen der Tage der offenen Gärten, ins
Schloß gefallen.


50 Gartenbesitzer ließen in diesem Jahr interessierte Gartenbesucher an
ihrem Gartenglück teilnehmen.

Ob kleiner oder großer Garten, grüne Oasen oder bunte Beete, Kunst oder
Nippes – Herz was willst du mehr!
Die Gäste waren begeistert.


Das Highlight: Die blaue Stunde, sie ist ein Renner bei uns in Rheinhessen.
Stimmungsvolle Beleuchtung am lauen Sommerabend, mit netten Gästen in
die Nacht "hineingleiten".
Die Resonanz zeigt auch dieses Jahr, das Konzept stimmt.


Wettermäßig sind wir Gärtner nicht rundum zufrieden.
Mäßiges Frühjahr, heißer  " Heißzeitsommer ", es war nicht einfach,
unser Gartenparadies Top-in-Form zu bringen und zu halten.

Jetzt gilt es den Herbst und den Winter zu genießen und zu reflektieren, was war
und nächstes Jahr sein könnte, wenn es wieder heißt:

Tore auf...………….die offenen Gärten 2019 laden herzlich ein.

Die neuen Termine:

Tage der offenen Gärten und Höfe 2019

Samstag und Sonntag, 1. und 2. Juni, von 10 – 18 Uhr
Samstag und Sonntag, 21. und 22. September von 10 – 18 Uhr

Blaue Stunde
Freitag, 19. Juli, von 18 – 23 Uhr

Herzlich Willkommen 

Text: Gartenführerin Dr. Hilde Becker-Blümel
Fotos: Gartenführerin Anne Rahn