Meine Alaska Erinnerungen
Die Alaska-Kreuzfahrt
beginnt in Vancouver und bewegt sich durch die Fjordlandschaft der Inside
Passage nordwärts, entlang der Pazifikküste Südalaskas dem ‚ Panhandle‘-
Pfannenstiel, so heißt der südliche schmale Landzipfel Alaskas entlang der
Grenze zu Kanada. Bei besonders schönem Wetter im September 2018, bei glasklarem
Himmel und unerwarteten Temperaturen von bis 25 Grad, ein unvergessliches
Erlebnis.
Die kleinen
Küstenstädte haben allerhand für die Touristen zu bieten, Beobachtungstouren um
Alaskas ‚Wildlife‘, die Pflanzen- und Tierwelt kennen zu lernen oder mit dem
Wasserflugzeug um die Gletscher- und Küstenlandschaft von oben zu bestaunen. In
Juneau, der Hauptstadt Alaskas wird ein Ausflug zu Glaciers-Gardens angeboten,
das ist ungewöhnlich ein Gletschergarten? Diesen Garten werde ich als pflanzeninteressierte
Rheinhessische Gartenführerin natürlich besuchen.
Im Besucherzentrum
gibt es Erfrischungen und Infos zu der ungewöhnlichen Entstehungsgeschichte von Glacier Gardens. 1984
zerstörte ein verheerender Bergrutsch Teile des Regenwaldes. Zur gleichen Zeit
begannen der bisher als Fischer tätige Steve Bowhay und seine Frau Cindy, mit
eingeführten Blumen, Bäumen und Sträuchern ihre erste Pflanzenschule in Juneau,
der Hauptstadt Alaskas, aufzubauen.
Dazu erwarben
sie kurzerhand auch das durch Sturm und Bergrutsch verwüstete Gelände und
rekultivierten als erstes den Wasserlauf und sicherten das Bachbett mit Steinen,
um den steilen Hang von Thunder Mountain zu sichern.
Als beim Versetzen der Steine und umgestürzten Bäume seine Baumaschine durch einen Baumstamm beschädigt wurde und die große Tanne so im Sumpf stecken blieb, dass der Wurzelballen in die Luft ragte, hatte er plötzlich die Vision eines botanischen Gartens mitten im gemäßigten Regenwald. Mit Baum-Pflanzentrögen die aus den entwurzelten Bäumen entstehen und ‚upside down‘ aus der Erde wachsen.

Als beim Versetzen der Steine und umgestürzten Bäume seine Baumaschine durch einen Baumstamm beschädigt wurde und die große Tanne so im Sumpf stecken blieb, dass der Wurzelballen in die Luft ragte, hatte er plötzlich die Vision eines botanischen Gartens mitten im gemäßigten Regenwald. Mit Baum-Pflanzentrögen die aus den entwurzelten Bäumen entstehen und ‚upside down‘ aus der Erde wachsen.
Es entstand mit fast 30 Baumpflanztrögen ein einmaliger Garten. Auch wenn Anfang September die Blüten nicht mehr so zahlreich waren, ist der Zauber des Gartens ungebrochen. Petunien, Fuchsien und Begonien und lange Zöpfe von Weihrauch und Guntermann fügen sich zur harmonischen Gartenanlage. Im Frühjahr blühen viele Rhododendren und Azaleen im Garten, der Übergang zum Regenwald ist fließend.
Der Wald besteht vorwiegend aus Hemlock, Sitka und verschiedene Ahornarten. Die Baumkronen lassen mit ihren lichten Ästen genügend Luft und Licht für viele Pflanzen im Unterholz, Farne, Kräuter viele Beerensträucher wie Blue-, Salmon- und Huckleberrys (Blaubeere, Prachthimbeere und Heidelbeere). Dieser Wald ist Teil des größten nördlichen Regenwalds. Der Tongass National Forest ist mit 69.000 km² der größte Nationalforst in der USA. Die Küstenlage am Pazifik ist der Grund für die großen Regenmengen die einen einzigartigen Urwald wachsen lassen. Im Winter ist das Wetter oft extrem und Stürme erreichen Windgeschwindigkeiten bis 240 kmh.
Mit einem
offenen Shuttlebus geht es steil aufwärts durch den Wald auf eine
Aussichtsplattform in 200m Höhe. Die Bäume sind teilweise schon in Generationen
am gleichen Platz gewachsen und man sieht Wurzeln, die sich über einem alten
Baumstumpf wie auf einem Sattel zum Boden biegen und festgewachsen sind. Auch
unterwegs wurden die Waldlücken immer wieder mit bepflanzten Bäumen ergänzt.
Die
Baumkronen sind sturmerprobt und nicht sehr dicht, dafür sind die Büsche im
Unterholz mannshoch gewachsen. Lange Mooszotteln hängen an den knorrigen Ästen.
Man kann sich Gnome und Waldgeister darin vorstellen.
Und dann….
atemberaubend dieser Ausblick in eine wilde naturgeprägte Landschaft. Doch ist
das Wirken des Menschen nicht zu übersehen, im Vordergrund der Flughafen von
Juneau und die Wasserlandschaft, gespeist aus den Bergen vom Mendenhall
Gletscher, nur wenige Kilometer entfernt.
Zurück im unteren Teil des Gartens lassen wir die Blütenbäume und den Gletschergarten nochmals auf uns wirken, denn schnell geht es schon wieder weiter zum nächsten Ausflugsziel, den Gletschersee des Mendenhall Gletschers wollen wir auch noch besuchen.
Zurück im unteren Teil des Gartens lassen wir die Blütenbäume und den Gletschergarten nochmals auf uns wirken, denn schnell geht es schon wieder weiter zum nächsten Ausflugsziel, den Gletschersee des Mendenhall Gletschers wollen wir auch noch besuchen.
Dieser Alaskagarten
Besuch ist eine schöne blühende Urlaubserinnerung
mitten im deutschen Winter.
Mit winterlichen
Gartenerlebnisgrüßen Christa Gugeler
Bildertafel
zur Pflanzenvielfalt im südlichen Alaska