Blog der Gartenführer


Samstag, 30. Juni 2018

Neues Projekt: Offener Gartentag im Domänengarten Oppenheim



Samstag, 16.Juni 2018 – Tag der offenen Gärten in Rheinhessen

Bericht: Gartenführerin Cathrine Schmidt
Bilder: Gartenführer - Team Domänengarten

Premiere !!! An diesem Tag hatte die IG Gartenführer Rheinhessen erstmalig selber einen Garten für Besucher geöffnet: 

den Garten der Weinbaudomäne in Oppenheim.



Entsprechend aufgeregt waren wir.

Wir, das waren Jutta Eppelmann, Kristin Beck, Winfried Bardtke und Cathrine Schmidt.

Die Projektgruppe „Domänengarten“ hatte zuvor den Garten wissenstauglich ausgestattet mit unzähligen Pflanzenschildern (Gattung, Art, deutsche umgangssprachliche Bezeichnung).


Jutta, die den Garten gärtnerisch betreut, hatte ihn fachgerecht und besuchertauglich, wie dies alle Gartenbesitzer für die Tage der offenen Gärten tun, auf diesen großen Tag vorbereitet. 


Kristin hatte wunderschöne Mobiles gebastelt, die wir in die Bäume und Sträucher des Domänengartens hängten.

 


Pflanzenableger und Blumengestecke warteten auf Liebhaber.


Winfried kreierte vor Ort aus den Stängeln des Allium giganteum kleine Insektenhotels, die ebenfalls in die Bäume gehängt wurden.





Für Kaffee und Kuchen, sogar Wein und Sekt war gesorgt, denn die Weinbaudomäne hatte geöffnet.

Die Sonne schien. Die Insekten summten. Die Blumen blühten.

Ein leichter Wind war ab und an zu spüren, der die Blumen im Garten und die Blüten der Mobiles anmutig schweben ließ.

                Blüten im Wind
                Die Blüten des Riesenschuppenkopfs
                        Cephalaria gigantea
                tanzen mit den Blüten aus Papier
                        Floris papyrum
                um die Wette.
                Letztere müssen immer wieder zur Ordnung gerufen werden.

Und dann kamen insgesamt sage und schreibe 19 Gartenbesucher*innen!!!

Waren wir enttäuscht? Nein!

Alle Besucher*innen ließen sich mit großer Begeisterung von Jutta durch den Garten führen. Dies und die interessanten Gespräche entschädigten für die geringe Besucherzahl, so dass wir spontan beschlossen: nächstes Jahr wird dies wiederholt.

Aber vielleicht an einem Sonntag.

Mittwoch, 20. Juni 2018

Garten der Familie Bauer in Bechenheim


Vom Nutzgarten zum Kneippgarten

Ein Bericht von Birgit Bauer, Gartenführerin
Fotos: Kristin Beck, Gartenführerin

Die Idee, unseren 600qm großen Nutzgarten in unserer historischen Hofreite umzugestalten ergab sich daraus, dass wir den Garten in seiner bisherigen Form als reinern Nutzgarten nicht mehr bewirtschaften konnten. Deshalb suchten wir nach einer Möglichkeit, den Garten so umzugestalten, dass er den heutigen Anforderungen unserer Familie gerecht wurde. Gleichzeitig war es uns wichtig, die Struktur und den Charme des Gartens zu erhalten. 

Der Gedanke unseren Garten nach der Kneipp`schen Lehre anzulegen war für uns zum einen deshalb so naheliegend, weil Bechenheim am Kneipp-Napoleonweg liegt und zum anderen, weil ich schon von Kindesbeinen an mit Kneipp konfrontiert wurde. 


Meine Mutter schwörte auf kalte Duschen und Wechselbäder. Sie pflegte Ihr Haar regelmäßig mit einer Brennesseltinktur. Die Brennessel war allgegenwärtig, ob als Tee oder Salat. So lernte ich bereits sehr früh den Umgang auch mit anderen Kräutern kennen.Den Schwerpunkt unseres Kneippgartens bilden vielfältige Duft-,Würz-und Heilkräuterbeete, eine Kräuter-Barfußspirale und farblich abgestimmte Staudenpflanzungen. Natürlich dürfen auch lauschige Sitzplätze ein Bibelpflanzenpfad und ein kleiner Nutzgarten nicht fehlen. 


Nach dem Motto Bunt&Gesund baue ich seit einigen Jahren mit Vorliebe „Alte Gemüseschätze“, wie Meerkohl, Amarant, Gartenmelde, Mangold, Herbstrübe, Pastinake, Linsen und anderen Gemüsearten an. Sie sind unkompliziert und sooo schmackhaft. 


Das hat meiner Liebe zu den Kräutern keinen Abbruch getan. Im Gegenteil. Kräuter sind für mich ein Lebenselixier. Mein Garten ohne den Duft von Rosmarin, Salbei, Thymian, Bergbohnenkraut, Minze...unvorstellbar! Für mich ist die Kräuterernte die schönste Beschäftigung im Kräutergarten. Ich finde, die Aromafülle frischer Kräuter ist doch durch nichts zu ersetzen. 


Kräuter spielen aber nicht nur in meiner Küche eine wichtige Rolle. Zu Tinkturen, Ölen, Tees, oder Badezusätzen verarbeitet sind sie auch in unserer Hausapotheke unverzichtbar.So hat sich die Kneipp`sche Idee von einer ausgewogenen Ernährung, vielfältigen Kräutern und des Wohlfühlens ganz selbstverständlich in unseren Alltag integriert.


Für Kräuter-und Kochbegeisterte biete ich Veranstaltungen zu Garten, Kräuter, Wein und Genuss an. Für „Bewegungshungrige“ gibt es individuelle Angebote zum Laufen und Wassertreten.

2017 war für uns ein ereignisreiches Gartenjahr. Wir durften an der SWR Gartensendung „Mein Garten-Dein Garten“ teilnehmen. Dabei konnten wir uns gegen 2 weitere Gärten erfolgreich behaupten und als Anerkennung den goldenen Spaten entgegennehmen. 

Mit dabei war auch eine gartenbegeisterte Familie aus Koblenz, die ihren Garten konsequent nicht gießt, sowie 2 junge Gärtnerinnen aus Stuttgart, die das urbane Gärtnern auf einem Parkdeck in der Innenstadt für sich entdeckt haben. Dies waren Begegnungen, Erfahrungen und Erlebnisse, die mir immer in Erinnerung bleiben werden. So schön kann gärtnern sein!!!

Anmerkung:
Der Garten der Familie Bauer ist zur 
"Blauen Stunde - Gärten in der Dämmerung"
am 20. Juli 2018 von 18 bis 23 Uhr geöffnet.
Mehr darüber hier

Edelrose Sebastian Kneipp


 

Mittwoch, 6. Juni 2018

Der Duft der Rosen

Text und Bilder: Gartenführerin Anne Rahn

Die Hauptblütezeit der Rosen liegt in der Mitte des Monats Juni. 
Nicht so in diesem Jahr. Bis zu den  

Tagen der offenen Gärten und Höfe am 16. und 17. Juni 

werden die meisten bereits verblüht sein. 



Aber deshalb sind die Gärten nicht weniger spannend und schön. Bis dahin erreicht der Lavendel seinen Höhepunkt, die Taglilien beginnen ihren Blütenreigen, die Sommerblumen winken aus ihren Kelchen und wer weiß - vielleicht lassen sich sogar schon die ersten Dahlien blicken. 

Wer nicht auf den Duft von Rosen verzichten möchte, bereitet sich mit den  letzten Blüten des sommerlichen Frühlings einen köstlichen Sirup.


Wer weiß - vielleicht bekomme ich welchen an den Tagen der offenen Gärten angeboten, denn ich bin dieses Mal als Besucherin unterwegs. Ich freue mich schon riesig darauf - wäre schön, wenn wir uns treffen.

Das Rosensirup-Rezept


2 Hände voll unbehandelter Duftrosenblätter - möglichst dunkle
500 ml Wasser
500 g Zucker
Saft von 1 Zitrone.
Wasser aufkochen und über die Rosenblätter gießen. Ca. 15 Min. ziehen lassen. Abseihen und mit Zucker aufkochen. Zitronensaft zugeben, heiß in die vorbereiteten Flaschen füllen und sofort verschließen.

Tipps: 
  • Nicht erschrecken, wenn der Sirup zunächst eine schmutziggrüne Farbe hat. Die tolle rote Farbe bekommt er erst, wenn man den Zitronensaft zugibt.
  • Etwas Sirup schmeckt lecker im Sekt und in eiskalter Traubensaftschorle. Aber auch mit Sprudelwasser ein Gedicht.
  • Wenn die geernteten Rosen nicht genügend duften, gibt man dem Sirup einen EL Rosenwasser zu.
  • Sirup bald verbrauchen, er hält sich nicht allzu lange.

Mehr über die Tage der offenen Gärten und Höfe finden Sie hier:
Homepage der Gartenführer Rheinhessen